Meditation:Dialog

Im Spannungsfeld von Konflikt und innerem Frieden

Kursbeschreibung

Als Menschen stehen wir mitten im Wechselspiel zwischen dem, was uns innerlich bewegt, und dem, was um uns herum geschieht – einem Wechselspiel, das tatsächlich oder in unserer Wahrnehmung stetig komplexer und schneller wird. Im Fluss des Alltags greifen wir dabei oft auf vertraute Muster zurück und erleben uns mal kraftvoll und klar, mal gleichgültig, allein oder überwältigt.

„Ich bin der Auffassung, daß es die Möglichkeit zur Transformation der Natur des Bewußtseins gibt, auf der individuellen wie auf der kollektiven Ebene. Ob dies kulturell und sozial erreicht wird, hängt ab vom Dialog.”
— David Bohm

Meditation:Dialog verbindet die innere Sammlung des Zazen mit achtsamer, an Yoga angelehnter Körperarbeit und einfühlsam begleiteten Dialogräumen. So entsteht ein Raum, in dem wir in Verbindung kommen und lauschen können – auf uns selbst und das Eigene, aufeinander und auf das, was im Miteinander und dazwischen entsteht.

Wir öffnen einen geschützten Rahmen, in dem Stille, Dialog und Begegnung einander tragen. Wir praktizieren Zazen in Einheiten von 20-25 Minuten, üben Kinhin, und vertiefen die Achtsamkeit im Körper durch Atmung, Erdung, sowie sanfte Mobilisation. Ebenso kultivieren wir Achtsamkeit im Gespräch. Ein- bis zweimal täglich öffnen wir Dialogräume, inspiriert von Art of Hosting, Tiefer Demokratie, systemischer Prozessbegleitung und friedenspädagogischer Praxis. Schweigezeiten, einfache Rituale und achtsame Mahlzeiten unterstützen die Sammlung. Kurze Impulse führen in Themen wie Verbundenheit, (Selbst-)Mitgefühl, den Umgang mit Widerständen sowie (Selbst-)Verantwortung ein.

Kurscharakter: kontemplativ, erfahrungsorientiert, dialogbasiert und dogmenfrei und im Einklang mit der Dietfurter Tradition des Zazen und der franziskanischen Einfachheit. Er orientiert sich am Zazen-Einführungskurs.

Zielgruppen

Bereitschaft zum ganztägigen Schweigen (außerhalb der Dialogzeiten) wird vorausgesetzt.

Menschen mit und ohne Meditationserfahrung, die Stille, Achtsamkeit und Dialog als Wege zu innerem und (äußerem) Frieden erforschen möchten.

Fach- und Führungskräfte aus Bildung, Sozial- und Gemeinwesenarbeit, NGOs, Seelsorge und Gesundheitsberufen

Studierende und Alumni der Friedens- und Konfliktforschung, sowie Praktiker*innen der Dialog-, Friedens-, und Konfliktarbeit.

Angebotsvarianten

Alle Varianten beinhalten achtsame Mahlzeiten, kurze Impulse, Meditation (20–25 Min.), Kinhin, angeleitete Körperarbeit und Dialogeinheiten sowie die Möglichkeit zu kurzen Einzelgesprächen mit der Kursleitung.

Beschriebene Varianten werden den Gegebenheiten des Austragungsortes angepasst.

Vertiefungsretreat

1 Woche
(6 Nächte)

Erweiterter Praxisbogen: Meditation, Körperarbeit und 1-2 Dialogfenster täglich; Einzelgespräche möglich.

Kernformat

Erste/Zweite Hälfe der Woche
(3 Nächte)

Ausgewogene Balance von Meditation, Körperarbeit und 1–2 Dialogfenstern täglich; Einzelgespräche möglich.

Einführungs- &
Kennenlernformat

Wochenende
(2 Nächte)

Meditation, Körperarbeit und 1 Dialogfenster täglich.

Grundsätzlich gilt Schweigen während des gesamten Kurses bis zum Sonntag, ausgenommen während der Vortragszeit im Vortragsraum und Dialogeinheiten. Wer ein Gespräch mit den Kursleitenden wünscht, kann einen Termin vereinbaren.

Geeignet für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene.

Leitung / Vorstellung

— folgt ihrer Neugier für ganzheitliche Ansätze, die Menschen mit sich selbst und miteinander verbinden, das friedliche Miteinander nähren und soziale Beziehungsnetze stärken.

Gestaltung und Begleitung der Dialogräume – ressourcen-orientiert, diskriminierungs- und konfliktsensibel, traumainformiert und ein Gefühl der Verbundenheit mit sich und anderen nährend.

Als Systemische Beraterin, Trainerin und Projektleitung in Friedenspädagogik, begleitet Einzelpersonen und Gruppen im In- und Ausland durch Krisen, Konflikte und gesellschaftspolitischen Wandel, sodass sie Orientierung finden, eigene und kollektive Ressourcen aktivieren und handlungsfähig und wirksam bleiben.

— arbeitet an der Schnittstelle von Bewegung, Achtsamkeit und kontemplativer Praxis.

Leitung der Zazen-Praxis und der achtsamen Körperarbeit – erdend, wahrnehmungsorientiert und auf die Erfahrung von Einheit in Stille und Bewegung ausgerichtet.

Als Yogalehrer, Körpertherapeut und langjährig Übender im Zen begleitet er Menschen dabei, über den Körper und die Stille einen Zugang zu innerer Sammlung, Präsenz und Verbundenheit zu finden. Im Zentrum seiner Arbeit steht die Erfahrung des gegenwärtigen Augenblicks – jenseits von Konzepten, getragen von Atem, Haltung und wacher Wahrnehmung.

Nach Studien der Astrophysik, Biologie und Musik (Violoncello) führte ihn sein Weg über die Kampfkunst Aikido (3. Dan) zum Zen sowie zu vielfältigen Aus- und Weiterbildungen in Yoga (RYT 2014), Pranayama, Yin Yoga, traumasensibler Körperarbeit, Nuad Thai Yoga, Shiatsu und Craniosacraler Praxis. Bewegung, Stille und künstlerischer Ausdruck bilden dabei eine zusammenhängende Praxis, die sich gegenseitig vertieft.

Kontakt

Wir freuen uns auf ihr Interesse und ein Kennenlernen.